Episode 14 - Spezialhandel ist kein Nischenmodell – sondern ein echter Omnichannel-Härtetest.

Shownotes

Spezialhandel ist kein romantisches Nischenmodell. Er ist ein Härtetest.

Für Sortimente, die nicht aus zehn Bestsellern bestehen. Für Logistik, die mit schweren, zerbrechlichen und erklärungsbedürftigen Produkten umgehen muss. Für Kundenversprechen, die online genauso funktionieren müssen wie im stationären Geschäft. Und für Händler, die plötzlich merken: Omnichannel ist kein Kanalprojekt. Es ist operative Präzisionsarbeit.

In dieser Episode von Gekauft – Der Omnichannel Podcast holen Saim & Frank die Perspektive eines spezialisierten Handelsunternehmens auf die Bühne.

Zu Gast ist Alexander Klettner von Saigon Monsun / Tiger & Dragon’s aus Heidelberg – einem Unternehmen, das weit mehr ist als ein klassischer Asia-Foodstore. Stationärer Handel, Online-Shop, App, Lagerverkauf, Versandlogistik, über 7.000 Artikel und eine gewachsene Community treffen hier auf eine Handelsrealität, die jeden Tag funktionieren muss.

Gemeinsam sprechen wir darüber, warum Spezialhandel besonders klar zeigt, woran Omnichannel in der Praxis wirklich hängt: an Sortimentstiefe, Verfügbarkeit, Vertrauen, Content, Logistik, Daten und der Fähigkeit, ein Kundenversprechen auch operativ einzulösen.

In dieser Episode geht es unter anderem um:

Warum aus einem stationären Asia-Markt ein digitales Handelsunternehmen wurde Wie sich Kundenverhalten zwischen Store, Online-Shop und App unterscheidet Weshalb Spezialsortimente deutlich komplexer sind, als viele von außen vermuten Wie man über 7.000 Artikel, MHD, schwere Ware, Bruchgefahr und Versandlogik organisiert Welche Rolle Herkunft, Community und Vertrauen im Asia-Food-Handel spielen Warum Produktwissen, Rezepte und Content echte Kauf- und Bindungsfaktoren sind Wie Food-Trends, Social Media und virale Produkte das Sortiment beeinflussen Wo Online-Shop, App, Lagerverkauf und stationärer Handel wirklich zusammenspielen Warum Omnichannel nicht am Frontend entschieden wird, sondern im Maschinenraum Was klassische Händler vom Spezialhandel lernen können

Freut euch auf ehrliche Einblicke aus einem Handelsunternehmen, das Omnichannel nicht als Buzzword lebt, sondern als täglichen operativen Realitätscheck.

Denn diese Episode zeigt ziemlich deutlich: Omnichannel beginnt nicht im Kanal. Omnichannel beginnt dort, wo Sortiment, Prozesse, Menschen und Kundenversprechen zusammenkommen.

Jetzt reinhören – und verstehen, warum Spezialhandel vielleicht einer der ehrlichsten Stresstests für Omnichannel ist.

Transkript anzeigen

00:00:04: Ja, ja.

00:00:34: Hallo, ihr Lieben Zuhörer.

00:00:36: Hallo, Ihr Lieben Gäste!

00:00:39: Einen wunderschönen guten Tag aus Stuttgart.

00:00:41: Bei mir sitzt der unbeschreibliche Frank Noss

00:00:45: und auf meinen Kontapath ist natürlich wie immer der Unvergleichliche Seim Rolf Alkan.

00:00:52: Freu mich, dass er weiß, wenn die Leute...

00:00:54: Mensch ja wir sind ein bisschen hinterher.

00:00:56: Ist ja das aufgefallen?

00:00:57: Unsere Zeitplan ist ganz leicht verrutscht.

00:00:59: Wir hatten eine Absage von dem Gast.

00:01:02: Umso schöner ist es, dass wir heute einen Gast haben der so zufällig zu mir gekommen ist.

00:01:08: Ich war bei dem Dinner neulich und hab da den Alex kennengelernt dürfen.

00:01:13: Alex, sag mal kurz Hallo, stell dich bitte vor und auch dein Unternehmen von dem du kommst natürlich!

00:01:18: Also hallo Frank, hallo Seim, ähm, freue mich das ich baus sein darf, das mitmachen darf in eurem Podcast.

00:01:24: Ähm... Zu meiner Person, ich bin Geschäftsführer der Firma Saigon Monsoon bzw.

00:01:29: Tiger & Dragons Asia Discounter.

00:01:32: Wir vertreiben Lebensmittel sowohl stationär als auch online und bedienen Omni Channel, also sämtliche Verkaufskanäle Otto Kaufland Tiktok eBay Amazon eigenes Shop System.

00:01:48: Und ja sind damit recht erfolgreich würde ich sagen.

00:01:53: Das ist ein riesen Portfolio.

00:01:55: hoffentlich springts uns die Übertragungszeit heute nicht.

00:01:59: Das

00:02:01: haben wir verlassen, das ist ein bisschen unsere Komfortzone heute.

00:02:03: Ist jetzt schon aufgefallen?

00:02:04: Ja!

00:02:05: Ich bin sehr schulefaschen.

00:02:07: da sind wir ja mittlerweile glaube ich ganz gut aufgestellt.

00:02:09: und heute Food Asia Food.

00:02:13: Hey ich bin mal gespannt

00:02:14: ob ich damit halten kann.

00:02:16: Dann sehen.

00:02:17: Aber Alex wir starten immer mit so einem kleinen Aufwörmer.

00:02:19: vielleicht hast du das in den anderen Folgen gehört.

00:02:22: Was ist denn so zuletzt passiert beim Shopping, ob online oder offline gut oder schlecht?

00:02:27: Ist immer egal.

00:02:27: Aber eine der letzten Geschichten, die dir einfach hängen geblieben sind.

00:02:32: Also da muss ich sagen... Ich habe in der letzten Zeit einen herausragendes Einkaufserlebnis gehabt.

00:02:38: Es war ein stationärer Einkauf.

00:02:40: also wir mussten für unsere Haussanierungen ne neue Küche kaufen und meine Frau hat im hinteren Odenwald ein Möbelhaus aufgetan.

00:02:50: Da haben wir schon das öfteren Online-Möbel bestellt und sie hat gesagt, wir lassen uns da hinfahren.

00:02:57: Lass uns dort Möbel anschauen oder Küche anschauen.

00:03:00: Und wir hatten in dem Möbelaus eine junge Verkäuferin.

00:03:05: die war in dem Maße engagiert dass wir während dem Küchenkauf gesagt haben wenn sie einen Job sucht darf sie direkt zu uns ziehen und bei uns anfangen.

00:03:14: also sensationell des Küchenhauses Alle Mitarbeiter mit Tablets ausgestattet, die konnte jede Frage ad hoc beantworten.

00:03:24: Die kam im Nachgang zu uns gefahren also der Sinn von hier.

00:03:28: Sechzig Kilometer ist zu uns gekommen zweimal da gewesen musste dabei gehabt und ein Engagement wie was sucht.

00:03:36: also sensationell Und das hätte ich nicht im Odenwald erwartet wo Kilometer weiter Ende der Welt ist Also absolut toll.

00:03:47: Also ein schönes echtes Einkaufserlebnis.

00:03:50: Großartig!

00:03:52: Frank, willst du mit der ersten Frage einsteigen?

00:03:55: Ja klar.

00:03:56: Ich habe für mich heute komplett das Neuland und Alex wenn man euch nur als Asia Online-Shop beschreibt ist es wahrscheinlich ziemlich untertrieben.

00:04:07: Was seid ihr heute wirklich?

00:04:10: Wir sind einen online Asia Händler die Wurzel im stationären Handel auf jeden Fall hat und auch nach wie vor den stationären handel bespielt.

00:04:22: Wir haben hier in Heidelberg zwei Ladengeschäfte, einen relativ großen Handel wo auch Gastronomen einkaufen, Großkunden einkauen können.

00:04:32: der hat ca.

00:04:33: sixhundert Quadratmeter.

00:04:35: und wir haben einen kleineren Asia-Store.

00:04:37: Den haben wir jetzt seit... ...zwo-tausend vier hier in heidelberg etabliert.

00:04:44: Das Ganze ist ein bisschen zugekommen, dass die Familie meiner Frau, die aus Vietnam mit dem Boot geflüchtet ist.

00:04:53: Das war ein Boat-People und wurden hier in der Nähe von Bruchsal aufgenommen, von der Caritas integriert und haben dann in Spyre im Jahr Ehr erstes China-Restaurant eröffnet.

00:05:07: also eine klassische Asiakekarriere will ich das mal nennen.

00:05:12: Und daraus ist das Ganze entstanden.

00:05:15: Also, im Jahr zwei Tausend vier hat meine Frau in Heidelberg den ersten Laden mit ihrem damaligen Mann gegründet und das ganze aufgebaut über Jahre eine Stammkundschaft etabliert.

00:05:26: ... Onlinehandel dazu genommen.

00:05:31: Das war auch die Zeit, wo ich dann eingestiegen bin.

00:05:34: Also ich komme im Ursprung aus der IT.

00:05:36: Ich habe Automatisierungstechnik im Vorfeld gemacht also... ...ich war praktisch auf der Hersteller-Seite, hab Anlagen automatisiert und bin dann eben mit der IT-Expertise dazugekommen.

00:05:48: Und dann haben wir halt gesagt, wir müssen mit der Zeit gehen und haben angefangen, ... ... das ganze online zu machen, unser Produktortfolio zu erweitern, andere Kanäle mit dazuzunehmen und haben eben bis Corona so ein sehr stabiles Wachstum gehabt mit dem Ganzen.

00:06:10: Und in Corona ist halt so ein bisschen der Booster gekommen wie bei allen im e-Commerce denke ich.

00:06:18: Wir hatten das Problem oder nachhinein eher das Glück dass wir vom Shutdown betroffen waren.

00:06:25: also wir war nicht unbedingt systemrelevant als Fachlebensmittelhändler.

00:06:30: Also wir waren kein Supermarkt, wo die Grundversorgung herstellt und haben dann auch aus Bedenken ob das Ganze oder wie es weiter sich entwickelt den Laden erstmal eine Woche geschlossen konnten noch relativ viel Ware zu kaufen im Vorfeld.

00:06:46: Und ja standen in unserer Halle mit ich weiß nicht was ist.

00:06:49: am Schluss waren zwei, drei Hundert Paletten Reis also und haben gesagt okay war's mal Hammer auch in Corona.

00:06:57: Das war so ein bisschen der Booster.

00:06:59: Wir haben dann den Reis und die Lebensmittel in eine Maße online verschickt, also wir hatten Tage dabei, da hatten wir drei-viertausend Bestellungen und haben das mit vier Leuten abgearbeitet weil war ja Kontaktbeschränkungen.

00:07:12: Also wir konnten nicht sagen, da kommen jetzt ein großes Team zusammen zum Verpacken sondern wir haben einfach Tag und Nacht Wage verschickt.

00:07:20: Hat uns Glück, dass unser Logistikpartner DHL da auch mitgemacht hat.

00:07:23: Die Ware entsprechend abholen konnte und das war so ein bisschen der Grundstein mit Corona für unsere weitere Expansion.

00:07:31: also konnten dann in den Jahr-Zwothausend-Zwohnzwanzig einen Versandzentrum mit fast dreitausend Quadratmeter dazukaufen haben.

00:07:39: mittlerweile siebentausend Artikel die wir auf den verschiedenen Kanälen anbieten, also sieben Tausend im Online-Shop bei den Marktplätzen Kaufland Otto.

00:07:48: Da ist es immer nur so.

00:07:49: das war das bei bestimmter Artikel.

00:07:51: dort platzieren ja und momentan sind aber stabilen tausendtausendfünfhundert Sendung pro Tag, die machen sich in Volumen vorzustellen.

00:08:00: Das ist ein DHL Lkw mit Anhänger.

00:08:04: Das was bei jeden Tag an Paketen raus schicken.

00:08:08: Wahnsinn!

00:08:10: Riesenumfang Alex, die Klingt nach einer echten Erfolgsgeschichte.

00:08:15: Erst mal Hut ab.

00:08:15: an der Stelle schon, jetzt kommst du als Quereinsteiger aus der IT.

00:08:20: also ist ja E-Commerce oder viel E-commerce.

00:08:23: da gibt es natürlich den stationären Handel.

00:08:25: aber jetzt bist du ja Quereinstreiker im doppelten Sinne.

00:08:27: also du kommst neu in den Handel und dann kommst noch in den Lebensmittelhandel.

00:08:32: wie löst du das?

00:08:33: Oder wie war das für dich?

00:08:35: Also du bist ja wie gesagt zwar mit Quereingesteigern.

00:08:38: Bei mir war's so dass ich Gott sei Dank nicht wusste auch, was ich mich einlass.

00:08:44: Ich muss es ganz offen so sagen.

00:08:47: Onlinehandel ist ein Thema im Vorfeld schon gewesen.

00:08:51: also mein Cousin der ist ein relativ großer Möbelhändler online.

00:08:55: dem haben wir damals geholfen das ganze zu starten.

00:09:00: von daher war mir das alles schon ein Begriff und ich habe gewusst um was es geht.

00:09:03: aber ich hab nett gedacht das Lebensmittel zu handeln so eine große Herausforderung ist.

00:09:10: Das fängt bei Sachen banalen Dingen an wie Deklarationen von Lebensmitteln, Nährwertangaben die gemacht werden müssen.

00:09:20: und wo im Lebensmittel online also die Königsdisziplin drin liegt ist eben das MAD zu beherrschen.

00:09:26: Das MAD Kühlketten zu be herrschen Das ist das, wo man sich selbst jeden Tag dran messen muss.

00:09:34: Ob man seinen Laden und seinem System im Hintergrund den Griff hat oder ob das ganze Heben Geld vernichtet.

00:09:42: Weil die Marschen sind im Lebensmittelhandel wirklich sehr schmal.

00:09:47: also wenn wir Fehler machen dann tut es immer gleich richtig weh.

00:09:53: Und da ist es so ein sessionales Peak-Geschäft, wie ein Weihnachtsgeschäft wo wir drauf hin arbeiten.

00:10:00: Sondern wir kämpfen jeden Tag mit dem MRD oder der Haltbarkeit der Lebensmittel und wir haben keine andere Chance als die Lebensmittel zu verkaufen.

00:10:11: Wenn sie ablaufen sind abgelaufen dann ist der Zug abgefahren und das steuert auch in so einem großen Maße den Preis der Lebensmitteln.

00:10:19: also klar wenn ich weiß ich habe noch eine Position mit drei viertausend Stück Anlager muss sich halt rechtzeitig dagegen steuern und entweder im Preis korrigieren oder Bandels bilden, oder ähnliches.

00:10:31: Und das ist das wo mich als Querensteiger von die größte Herausforderung gestellt hat.

00:10:36: einfach dieses, das Beherrschend des neuen, so will ich es mal nennen.

00:10:43: Wenn du sagst, dass Mindesthaltbarkeitsdatum MHD steuert, so ein bisschen eure Prozesse?

00:10:49: Verwaltet ihr das dann im PIM mit oder im ERP?

00:10:53: Ich würde jetzt so auf einen Hieb sagen, ich würde es sofort in den IT-System kippen.

00:10:57: Ich will das wissen.

00:10:58: Definitiv!

00:10:59: Da fünfzehn Paletten Reis stehen habe und da ist eine MRD in drei Monaten, dann muss ich ja was tun.

00:11:04: Wie verwaltet ihr dies?

00:11:05: wie muss ich mir vorstellen?

00:11:07: Ich meine ein Fashionhändler kennt das nicht.

00:11:08: Wie machte das im Lebensmittelantel?

00:11:10: Wir haben das genauso gemacht.

00:11:12: am Anfang war es definitiv so... Wusste meine Frau alle MADs und alle Artikelnummern und alle Preise im Kopf.

00:11:19: Also die wusste was abläuft, wo ich gesagt habe Ich weiß nicht wie es macht aber sie kann's ja.

00:11:24: Und da ich das net konnte habe ich gesagt wir müssen also relativ früh gesagt Wir müssen das ganze ins erp bringen.

00:11:31: also ich brauche eine eine Datenstruktur die zentral ist Die das Ganze verwaltet und Da ist es so dass wir mit JTL kann ich sagen, ein ERP-System gefunden haben.

00:11:43: Was bei uns das Ganze ganz seitlich abbildet?

00:11:46: Also wir haben jeder Artikel bei uns im Lager wird mit dem MHD eingebucht.

00:11:51: Wir haben eine voll chaotische Lagerhaltung bei uns.

00:11:54: also wir haben net feste Plätze und bei uns sind alle Mitarbeiter mit Handscanern ausgestattet.

00:12:00: Also jegliche Warnbewegungen innerhalb vom Lager muss mit dem MRD gekoppelt sein.

00:12:06: Wenn ich Waren umziehe, muss das MRD mit umziehen.

00:12:10: Und das ist das, was am Anfang bei den Mitarbeitern auch nett unbedingt sofort Akzeptanz gefunden hat.

00:12:16: Weil das Verständnis nicht da war.

00:12:18: die sehen sie müssen in ihrer Kommissionierung für eine Online-Bestellung wagen picken.

00:12:23: aber die verstehen ja net dass es für mich wichtig ist dass der Kunde auch des M&D kriegt Wasser im online Shop gesehen hand.

00:12:29: also wir zeigen alle mhds der Produkte in echt Zeit immer online shop an.

00:12:35: Bei ebay bei amazon kann man das.

00:12:37: leider müssen wir da andere Regeln vorherrschen lassen.

00:12:43: Bei Amazon darf ich keine Lebensmittel verkaufen, die kürzeres MAD wie drei Monate haben.

00:12:48: Also das ist Marktplatz-Richtlinie.

00:12:51: Sprich in dem Moment wo ich das MAD unterschreite muss sich sofort den Artikel also dem Bestand des Artikels für den Marktplatz sperren.

00:13:00: und der Umstand habe ich ja aber den Article noch mit viel längeren MAD im Warenlager.

00:13:05: Der wiederum darf ja nach wie vor bei Amazon angeboten werden.

00:13:09: Und das ist so ein bisschen die, was ich meine mit Königsdisziplin, das zu beherrschen also dass die Prozesse Hausintern als im Versandzentrum, im Kommissionieren, im Picken, dass die halt auch mit dem Stimmen was wir den Kunden anbieten.

00:13:26: Das ist die Herausforderung und wir haben alles im ERP anders.

00:13:31: bei der Menge der Artikel und MADs.

00:13:34: Wir haben ja unter Umständen einen Artikel, der mit twenty-fünf MAD's bei uns im Lager ist.

00:13:39: Und da muss halt auch die Richtige zuerst gepickt werden.

00:13:43: Es ist auch nicht so dass ich sagen kann wenn der Lieferant uns neue Ware bringt das die ihn länger als MAD hat.

00:13:50: Unter Umständem bringt er ja ein kürzeres MAD wie das was sich noch in dem Lager habe.

00:13:56: Das ist so bisschen die Bench an der wir uns jeden Tag messen müssen.

00:14:01: Es ist für das Becken nicht ganz ohne.

00:14:03: Ich kenne mich dann ganz klein wenig aus mit diesem Thema, weil ich natürlich auch so ein bisschen schwer Publikum habe bei uns in der Kampagne und hab dir denn auch da eine Pick-Steuerung also sprich auch eine Wegesteuerung und Wegeoptimierung beim Picken bei euch realisiert.

00:14:21: oder das ist mit dreitausend Quadral ist natürlich schon echt ne Fläche

00:14:25: Genau, also es ist so dass wir an super starken Tagen im Montag Dienstag da liegt jeder Picker bei uns im Lager zwischen fünfzehnundzwanzigtausend Schritte zurück.

00:14:35: Also das ist das was er schaffen muss.

00:14:38: Wobei dann auch merken ab einer gewissen Schrittanzahl steigt die Fehlerquote.

00:14:43: Das ist schon so.

00:14:44: wie haben unser Lager Weg optimiert?

00:14:47: Das funktioniert sehr gut für Bestellung Amazon eBay, weil der Kunde in der Regel dort einen Artikel bestellt oder mehrere Artikel aber eine Sorteartikel.

00:14:59: Und da ist es so, der Picker kriegt Sammelkommissionierliste und Sammelpicklisten läuft zu den Blätzen und nimmt entsprechend zehn Stück von dem Artikel und das haben wir dann im Bereich auch aufgeteilt dass er halt mehrere Bestellungen auf einmal kommissionieren kann und das zum Versandplatz bringt.

00:15:19: was größere Problem ist in Shopbestellung, weil da heißt es so dass die Kunden, die wir haben das sind jener Regelkunden, die kochen.

00:15:27: und wenn man jetzt ein asiatisch Gericht kochen möchte braucht man halt verschiedene Zutaten, verschiedene Soßennudeln Reis etc.

00:15:36: Und da ist es so, dass sich das optimiert.

00:15:39: also dazu nutze ich meine KI Also mein Brain.

00:15:47: Das ganze optimiert lege ich.

00:15:49: Anhand von den Verkäufen kann ich sagen, in welcher Bereiche des Lagers ich welche Artikel legen weil ich schon weiß das sind Artikel die mir zusammen gekauft werden.

00:15:57: so somit spare ich mehr da laufwege.

00:16:01: aber prinzipiell ist es so dass in der Shopbestellung ganz klar im ersten Regal und dem letzten Regal ein Artikel aus der Shop Bestellung sein kann und das ist halt das wo dann wesentlich länger braucht zum Kommissionieren, aber der Warenkopfwert ist entsprechend auch höher bei den Shopbestellungen.

00:16:17: Also unterm Strich ist es so dass man jetzt sagen kann eine Shopbestelling oder eine Amazon-Bestellung da bleibt mehr hängen.

00:16:25: das sind mehr Laufwege.

00:16:26: also die Kosten hinten dran sind einfach größer um die Bestellung abarbeiten zu können.

00:16:33: Die Verwaltung von dem MRD habt ihr dann.

00:16:38: Wie wird das in der IT abgebildet?

00:16:39: Sorry, dass ich da so nachfragen war.

00:16:41: Das ist ein komplexes Thema!

00:16:42: Ich versuche es gerade im Kopf für mich zu sortieren.

00:16:44: Das interessiert bestimmt unsere Zuhörer auch.

00:16:47: Wie ordnet ihr die Artikelnummer und das MHD?

00:16:50: Und wie garantierst du beim Picken auch wirklich das jüngste oder das nächstliegende MHD verwendet?

00:16:57: Also es ist so, dass wir alles zentral in der ERP-Software haben.

00:17:02: Wir verwalten darin buchen die Ware mit dem mhd ein also sprich ich kriege eine neue bestellung ins lager geliefert.

00:17:11: der herrter oder dame die das entgegen nimmt vom warne eingang.

00:17:15: Die öffnen die pakete die müssen alle mhds checken was einbuchen weil unter umständigen liefern lieferant zehn kattungs eines antikels und neun haben sie einen md in der zene hat ein anderes.

00:17:28: So und entsprechend buchen wir ein.

00:17:29: also die buchen auf die Lagerplätze des MAD und somit weiß ich welcher Platz mit welchem MAD belegt ist.

00:17:36: Und dann in zweiter Instanz kommt dann die Bestellung von Kunden, der Kunde sieht im Shop das MAD, kauft es Ganze und dann habe ich wieder die Zuordnung Kunden-MAD was er erwartet zu kriegen und was sich im Lager hat.

00:17:52: und dann kommt der dritte Schritt eben das Kommissionieren.

00:17:56: Kommissioniert läuft mit dem Handscanner rum und kriegt anhand von der Picklist gesagt, geh an Platz drei als Beispiel.

00:18:02: Und nimmt dort dieses MAD so der Scandes.

00:18:07: und wenn mehrere MADs am Platz liegen, kriegt er auch gesagt das sind zwei MAD's.

00:18:12: und dann liegt es eben im Ermessen des Pickers zu entscheiden.

00:18:17: Stimmt der Bestand am Lagerplatz habe ich noch drei Artikel vom alten MAD.

00:18:20: da nehme ich die drei.

00:18:22: Das muss er bestätigen.

00:18:23: am Scanner wird aber gefragt, was für ein MRD nimmst du denn noch um deine fünf Artikel der Bestellung zu bekommen?

00:18:31: So das ist die Picke-Instanz, die das Ganze prüft.

00:18:35: Und dann geht es in den Versand, also die kommunizierte Ware geht zu einem Versandplätzen und dort ist die Kontrollinstanz, ...die wir implementiert haben, nämlich der Mitarbeiter scannt alle Artikel...der Bestellungen ab und er kriegt auch einen Prop ab.

00:18:51: Das ist das MAD, also nur bei Artikeln wo eben zwei verschiedene da sind.

00:18:56: Ist es das MED was der Kommissionäre dir gebracht hat?

00:18:59: Auch das was der Kunde erwartet.

00:19:02: erst wenn er das bestätigt hat und dann geht das Ganze in den Versand.

00:19:05: Und das ist eben die Schwierigkeit weil es kann man passieren dass ein Artikel kaputtgeht auf dem Weg beim Kommissionieren und dann muss der Mitarbeiter ja selbstständig die Möglichkeit haben.

00:19:17: ich nehme das nächste MAD bucht es dazu Das ist mir nicht meine ganzen Bestände und MADs zerhaken.

00:19:25: Es ist viel diese Schnittstelle zwischen den PDAs, die wir da einsetzen und den Mitarbeitern, die das benutzen oder dann in dritter Instanz eben die, die es verschicken.

00:19:35: Was ist der Prozess wirklich komplex?

00:19:37: Ja definitiv also...

00:19:41: Also grundsätzlich MAD ist ja wie eine Scharge zu sehen.

00:19:44: Wenn du schadenreise arbeitest, ist das ein extremer Verwaltungsaufwand.

00:19:48: Das ist leider Gottessohn.

00:19:50: Und sag mal, du hattest einen Eingangst so erzählt.

00:19:53: Ihr habt stationäre Präsenz?

00:19:54: Ihr macht online schon App Lagerversand Logik.

00:19:59: Welche Rolle spielten bei euch überhaupt noch der stationäre Store oder die stationäre

00:20:04: Handel?

00:20:05: Der ist nett weg zu denken bei uns weil wir gerade wieder das MRD-MRD thematik haben.

00:20:12: also Wir haben ja keine Möglichkeit Artikel die aus irgendeinem Grund die Kunden nicht kaufen ... wir den Preis reduzieren und wir kriegen das ganze nicht weg.

00:20:22: Wir haben ja keinen zweiten Absatzkanal für das Ganze... Und da kommen unsere stationären Geschäfte natürlich ins Spiel, also wir haben immer MHD-Ware die wir dort auch anbieten den Kunden.

00:20:36: Da ist es so dass durch die wirtschaftliche Situation in der sich viele Leute in Deutschland momentan befinden,... ...der Absatz steigt.

00:20:45: Also wir merken das unheimlich, Kunden gezielt in die stationären Geschäfte kommen und danach suchen.

00:20:53: Nämlich nach Lebensmitteln, die noch einhundert Prozent vertretbar sind sonst würden wir sie nicht verkaufen.

00:20:58: also ihr scheu ihn auch nette Lebensmittel zu entsorgen weil man sagen die sind wirklich nie mal gut.

00:21:02: aber wenn man eine Nudelsuppe mit getrocknetenen Nudeln Die vierzehn Tage über dem MAD ist da frage ich mich was das schlecht werden soll.

00:21:11: Da ist kein Milch drin, da ist kein echtes Fleisch drin und das ist getrocknet.

00:21:16: Also das kann man verkaufen oder es kann man auch noch essen.

00:21:18: also... Da haben wir so ein bisschen den Nachhaltigkeitsgedanken mit den stationären Geschäften dass wir sagen Wir wollen die Lebensmittel nicht entsorgen sondern wir bieten sie dort an.

00:21:28: Wir bieten zum reduzierten, zum Unkursenpreis.

00:21:31: manchmal legen wir auch drauf aber für uns immer noch vom Grundgedanken den wir verfolgen sinnhafter wie das ganze zu entsorben.

00:21:40: Und deswegen ist der stationäre Handel da sehr wichtig.

00:21:45: Und das zweite Ding im stationären Handel, wir haben beratungsintensive Produkte.

00:21:53: Wenn ihr heute in den Asia-Markt geht werdet ihr schlagen von Sojasosen Fischsoßen

00:21:59: etc.,

00:22:00: so ging es mir am Anfang.

00:22:01: für mich sah alles same-same aus und Es ist so, dass der Kunde eine Beratung braucht und wir haben in unseren stationären Geschäften.

00:22:11: Oder wir probieren immer einen Personalstamm zu haben, der entsprechend die Leute auch abholt.

00:22:16: Also im größeren Geschäft der beiden ist ein koreanisches Team was eben die koreanischen Kunden, die wir in Heidelberg viel haben durch die Uni abhohlt mit denen sprechen können und die sagen uns auch was für Artikel sie wollen.

00:22:31: Und in der Regel deckt sich das, was wir stationär verkaufen, auch mit dem was wir online verkaufen.

00:22:35: also die Artikel, die stationär gesucht werden von den Kunden sind auch Artikel die online gesucht wird.

00:22:42: Also wir haben da so eine Schnittmenge gefunden um da ein gutes Feedback zu bekommen.

00:22:49: Ja ist cool habe ich mir gerade schon gedacht als die Verkaufslöcher als Testlabour diese Marken an können?

00:22:56: Es ist ein Standbein, also es ist auch ein finanzielles Standbeind.

00:23:02: Die Laden-Geschäfte tragen schon viele Kosten, das muss man schon sagen.

00:23:06: Das kostet deckend absolut.

00:23:09: aber wir haben halt eine Möglichkeit... Wir haben immer einen Plan B. Also wir können immer Artikel umswitchen.

00:23:15: Wir machen das stationär und das Ganze hat sich so etabliert dass wir jetzt gerade dabei sind auch wieder im Einzugsgebiet von Heidelberg, einen Lebensmittelrestpostenmarkt dazu zu machen.

00:23:26: Also der rein diesen Verwertungsgedanken aufgreift und haben wir auch tausend Quadratmeter Fläche jetzt bekommen.

00:23:35: Und da machen wir das halt gezielt.

00:23:37: und es ist so dass wir mittlerweile auch unseren Großhändlern und Importeuren damit helfen können.

00:23:46: Die haben ja das Problem, die können ja an den LEH nimmer Artikel verkaufen, die kürzer drei Monate sind.

00:23:52: Und dann ziehen sie in der Situation, die wir mit dem Online-Geschäft haben und da sagen wir, wir nehmen die Konventionelle Ware von euch und wir nehmen zusätzlich noch mit dazu.

00:24:04: Also die haben eine Spezition, die zu uns kommt oder einen internen Fahrrad, Es bilden sich dadurch so Synergieeffekte, die wir gut nutzen können.

00:24:16: Und das ist unser nächstes Ziel was wir angehen, das zu etablieren.

00:24:22: Logistische Frage, d.h.

00:24:24: euer Versandlager oder eure Versandlogistik bedient halt dann auch alles?

00:24:29: Machen also auch nicht stationären Bereich mit, oder?

00:24:31: Genau!

00:24:32: Wir haben Großhändler und Importeure die eine flächendeckende Abdeckung an Logistik haben.

00:24:40: Die bringen die Ware auch in die stationären Geschäfte, da können wir gezielt bestellen.

00:24:44: aber wir haben einen internen Werksverkehr.

00:24:47: also wir fahren aus unseren Zentrallager unsere stationäre Geschäften an und können somit auch immer ganz kurzfristig reagieren.

00:24:56: Also mit unseren, wie man weiß nicht was reagiert, haben viertausend Palettenstellplätze, haben wir halt auch einen großen wahren Stock intern können da kurzfristig reagieren.

00:25:06: Also wenn ein Run ist, weil irgendein TikTok Trend grad steil geht und die Nachfrage eben stationär steigt, können wir darauf reagieren?

00:25:16: Und haben praktisch innerhalb von acht Stunden das Ganze auf der Fläche stehen.

00:25:23: Das heißt Rezept Trends in TikTok beeinflussen tatsächlich eure Warenplanung?

00:25:27: Unheimlich!

00:25:29: Es fängt schon damit an, wenn der Grill den Hänzler Kukuma-Pulver benutzt zum Kochen.

00:25:36: Wenn wir es als vorher wüssten, das ist schön.

00:25:38: Aber es ist definitiv so dass wir von den Medien TikTok ganz extrem.

00:25:43: also da sprechen wir halt diese junge Zielgruppe an.

00:25:47: aber bei den Standardkoch-Sendungen wenn da ein asiatisches Hose benutzt wird dann können wir darauf gehen dass die am nächsten Tag ausverkauft ist.

00:25:56: Das ist ganz extrem!

00:25:59: Wir halt mit unseren Produkten, die wir anbieten.

00:26:02: Wir holen zum einen die Zielgruppe ab... ...die Kochsendungen schaut oder Kochbücher guckt anschaut.

00:26:09: Also ich sag mal unsere Generation!

00:26:12: Wir müssen aber auch die Generation nach uns,... ...die Facebook-Generation holen.

00:26:18: Die über Blogs und... etc.

00:26:23: Koch-Kochshows per YouTube das Ganze kommt.

00:26:27: und wir dürfen aber nicht verpassen, die junge Zielgruppe also unser jüngster Sohn der ist zwölf und er kommt mit TikTok an und zeigt uns was die in TikTok machen.

00:26:39: und wir probieren halt sowohl das Stammpublikum was kocht als auch die jungen Generation mit reinzunehmen.

00:26:46: Und das ist das, was es auch so spannend macht, dass wir nicht ... Wir können jetzt stehen bleiben!

00:26:50: Wir können sagen, wir lassen TikTok aus weil das Format uns persönlich nicht gefällt.

00:26:55: Sondern es ist so, daß wir halt das bespielen müssen um am Ball zu bleiben.

00:27:01: Wenn man das nicht mehr machen und dann haben wir langfristig keine Chance am Markt.

00:27:06: Es sind ja immer viele Trends.

00:27:08: Ich selber bin ja auch Asien-Fan, aber stärker Richtung Japan ausgerichtet ... bin ich auch mal gerne in Düsseldorf, weil da ja auch eine sehr starke...

00:27:16: Jede Mannstraße.

00:27:17: Ja

00:27:18: ganz genau, ganz genau!

00:27:19: So.

00:27:19: aber das sind ja so.

00:27:20: diese Themen wie Mochi, Bubble Tea, ne?

00:27:22: Das sind's ja so Sachen.

00:27:24: Wie geht denn ihr damit um wenn so ein Produkt so urplötzlich viral geht?

00:27:28: Weil es geht ja heute sehr schnell also gerade TikTok.

00:27:31: Da ist ja dann auch wahrscheinlich ein Thema.

00:27:32: damit rechnet ihr nicht und ihr müsst ja sehen, dass die Ware dann schnell ist.

00:27:35: wirklich rankommen, um den halb mitzunehmen.

00:27:37: Genau da nutzen wir so bisschen Ein bisschen unsere Familie, die im Hintergrund ist.

00:27:43: Die Familie meiner Frau ist recht groß und wir sind auf der ganzen Welt verteilt.

00:27:50: Wir haben auch große Familien in Asien oder jetzt wieder nach Asien geht.

00:27:57: Sobald sie einen Trenn spüren... Lassen die uns das wissen.

00:28:01: Also wir haben praktisch, wir sind viel.

00:28:03: Wir waren auch in Japan und Korea.

00:28:05: Wir reißen dahin um einfach das Feeling der Stadt oder des Landes zu bekommen Und zu verstehen wie es dort funktioniert.

00:28:15: Eine japanische Lebenskultur kann man als Deutscher nur verstehen wenn man sie mal gesehen hat Wenn man dort war und an einem Bahnhof wo der Zug pünktlich kommt.

00:28:23: Und so ist es mit allem Die Wertschätzen, die Lebensmittel deutlich mehr wie es bei uns in Europa, speziell in Deutschland ist.

00:28:33: Und Japanische Lebensmittel wird alles mit so viel Liebe und mit soviel Detail gemacht.

00:28:40: Das kriegt man nur mit wenn man's gesehen hat oder wenn man eben Affinität dazu hat und sich dafür interessiert.

00:28:50: zu spüren.

00:28:51: Es gibt Trends, die verschlafen auch wir, wo wir sagen das wird doch niemals jemand kaufen dann gibts aber schon nichts mehr wo wir einkaufen können weil es weg ist am Markt.

00:29:01: Das ist uns auch schon passiert, aber so prinzipiell haben wir da ein gutes gespür für den Markt durch unsere Fühler die eben soweit verbreitet sind auf der ganzen Welt.

00:29:13: Die Schaffungsseite, Alex mich würde mal interessieren Was macht ihr denn im Social Media Bereich?

00:29:19: Habt ihr denn so was wie eine eigene Kochshow oder Tipps, oder seid ihr auf TikTok.

00:29:24: Wie ist das Social Media Thema bei euch aufgestellt?

00:29:26: Das ist momentan bei uns noch wird noch sehr stiefmütterlich behandelt weil wir eben damit beschäftigt waren in den letzten Jahren die Strukturen zu schaffen um das ganze logistisch zu machen sind da gerade dran.

00:29:43: Wir hatten ein TikTok Live Shopping Event, unser erstes gestern Abend.

00:29:47: Also das beginnt jetzt gerade wie wir wissen dass wir da mehr machen müssen und wir hatten schon mal vor ein paar Jahren Versuch gestattet.

00:30:00: Das kam auch aus der Geschichte raus, dass meine Schwiegerfamilie eben einen Restaurant hatte.

00:30:07: Leider hatte mein Spiegerfahrer einen Schlaganfall, musste das Restaurant oder konnte dann eben nicht mehr kochen.

00:30:12: Die Kinder waren alle in anderen Unternehmen unter und dann kamen immer wieder Kunden an uns ran oder ehemalige Gäste aus dem Restaurant haben gesagt wir vermissen eure Peking-Suppe oder wir vermisten euer Curry oder irgendwas.

00:30:26: Und dann haben wir gesagt Wir machen einfach Videos wo wir die... besten Rezepte, was die Kunden gefragt haben nachkochen.

00:30:35: Wir haben das damals in der alten Gastro-Küche von dem Restaurant machen können.

00:30:38: Das hatten wir alles noch und haben dann mit Tiger & Dragons Kitchen eben diese Kochvideos etabliert, die auch einen großen Anklang gefunden haben.

00:30:48: also ich habe viel an Fragen von Gästen bekommen ob wir den noch mehr machen können.

00:30:55: aber da ist das Problem so ein bisschen die Manpower dahinter.

00:31:01: Also ihr wisst selbst, was es bedeutet einen Podcast zu produzieren und wenn man sagt ich mache ein Kochvideo.

00:31:07: Und wenn das nur fünfzehn Minuten geht dann bedeutet dass ich muss einen Schnitt machen.

00:31:11: Ich brauche Kamera, ich brauche Leute die sich damit ausgehen.

00:31:14: Ich brauch eine Beleuchtung und das sind alles Sachen die nicht in unserem Kernfokus liegen sondern wir sind primär der Part der das ganze versendet einkauft des Geschäfts macht Und da sind wir aber im Moment dran, eben ein Team zu etablieren.

00:31:31: Was jetzt im Beispiel von TikTok den Kanal bespielt und aus unserem Familienstamm das Ganze voran bringt?

00:31:41: Und so machen wir es auch mit den anderen Kanälen Instagram und YouTube.

00:31:46: Möglich

00:31:46: gibt's ja schon zwölfjährige TikTok-Stars zukünftige die da in deiner Nähe sind.

00:31:51: Genau ich hoffs!

00:31:53: Noch ein Bereich... Heidelberg ist jetzt ja sehr zentral, aber ist denn das Thema angrenzendes Ausland also auch in Grenzen an Deutschland ein Thema für euch?

00:32:03: Für den Versand?

00:32:04: oder macht ihr das schon?

00:32:05: Also Thema Frankreich Italien möglicherweise auch Ostblockländer.

00:32:09: Und da ist es so dass wir momentan Indie nach Österreich und Deutschland verschicken ausschließlich.

00:32:15: Schweiz ist gerade in der Vorbereitung.

00:32:17: Schweiz is die große Hürde, dass wir das Zollthema haben.

00:32:22: Dann kommt dazu, dass wir für alle Artikel Zolltarifnummern pflegen müssen.

00:32:25: Das ganze Logistik abwickeln müssen.

00:32:27: Wir müssen den Schweizer Kunden erklären warum Versandkosten in der Höhe notwendig sind um das Ganze abzudecken.

00:32:35: und in den anderen nicht deutschsprachigen Ländern ist die große Hürde, die wir haben im Lebensmittelhandel, dass die Deklarationen auf den Lebensmitteln nett vorhanden sind.

00:32:45: also Wir müssen in Deutschland Nervertabellen angeben, wir müssen Allergenere eingeben, Inhaltsstoffe angeben.

00:32:51: Und wenn wir das Ganze jetzt auf Französisch, Spanisch und Italienisch leisten müssen, können wir da ein DBL oder irgendein anderes System nutzen um das automatisiert übersetzen zu lassen.

00:33:02: aber ich weiß nicht ob sich alle länderspezifischen Richtlinien damit einhalten?

00:33:08: Das ist für uns generell ein Problem dass wir eine sehr starken Kontrolle unterliegen.

00:33:15: Also wir haben bei uns hier Wirtschaftskontrolldienst, der prüft Lebensmittel wöchentlich.

00:33:22: Wir haben Wöchendlichkontrolle, werden Kühlketten und Kühlprotokole eingehalten, wird das entsprechend gelagert... Und da ist es so, dass man mit dem kann man nicht arg scherzen!

00:33:33: Es gibt nur richtig, es gibt net so ein bisschen richtig.

00:33:37: Deswegen müssen wir gucken, dass das Ganze safe ist.

00:33:40: Wenn wir das angehen ins europäische Ausland zu verschicken, dann brauche ich eben wieder im Haus jemand, der die Expertise hat.

00:33:46: Der sagt auf dem französischen Markt, auf dem italienischen Markt muss sich diese Standards erfüllen und dann muss ich aber auch ein hundert Prozent wissen dass es so ist.

00:33:57: also dazu ist das Konstrukt was wir aufgebaut haben zu groß um zu sagen ich schicke dann halt mal vier Pakete nach Frankreich und wird schon gut gehen.

00:34:05: das funktioniert halt nicht mehr in der Größe wie war.

00:34:07: jetzt sind Das kann vielleicht der ASIA-Schub um die Ecke Kantes machen, aber wir können es uns nicht erlauben.

00:34:15: Da sind zu viele Augen auch auf uns gerichtet ob wir das richtig machen.

00:34:21: Du hast gesagt ich habe rausgehört ihr habt eine App, eine Kundenapp?

00:34:26: Genau also wir haben im Zuge von unserem Online gehen.

00:34:30: mit dem Shop haben wir ziemlich am Anfang auch schon diese App implementiert.

00:34:35: Es ist so dass wir den Kunden die App... anbieten.

00:34:39: Der Kunde kann in der App direkt in unserem Shop bestellen, er sieht seine Bestellshistorie.

00:34:46: was aber am meisten genutzt wird in der app ist die Scanner Funktion.

00:34:51: also die Kunden gehen zu unserer Konkurrenz in die Supermärkte wo die Deklarationen eben nicht dementsprechend was unser Qualitätsanspruch ist, scannen die Produkte ab.

00:35:03: Die App geht auf unsere Seite und zeigt dem Kunden die Nährwertabelle auf deutscher oder die Inhaltsstoffe auf Deutsch.

00:35:10: Und das sehen wir anhand von den Nutzungsdaten, dass das meist genutzte Feature ist.

00:35:16: also praktisch... Die nutzen die App als Informationsquelle nicht unbedingt um da drüber zu shoppen weil wenn du heute aus der Lebensmittel shoppen willst und hast Lust darauf dann machst du das am PC oder am Tablet wo du eben ein viel größeres Produkt Spektrum sehen kannst.

00:35:33: was kann ich auf so einen Handyapp anzeigen.

00:35:37: Da bin ich mehr mit Wischen beschäftigt und deswegen ist die App, die funktioniert gut also Kaufabwicklung darüber alles tadellos.

00:35:46: aber es ist jetzt nicht so dass sich sagt das ist das was unsere Zielgruppe zwingend will.

00:35:55: Aber diese Scanfunktion wenn sie so intensiv genutzt wird Wahrscheinlich schwer abzuleiten, aber wie viele Kunden kommen denn dann?

00:36:01: aufgrund des besseren Contents?

00:36:02: Aufgrund der besseren Nährwertangaben als Beispiel?

00:36:07: Das kann man schwierig sagen.

00:36:11: Stell dir vor du gehst in den Asiatischen Supermarkts, gänze das Produkt und dann ist es ja meistens das Ziel, du willst das kaufen.

00:36:17: Dann kaufst du's dort.

00:36:20: Unten, der das macht, dem is egal ob das dann stationär einst, neun, neundzig kostet und online kostest es einenst, Neunvierzig.

00:36:28: Der nutzt ja eher als Info, aber wir verfolgen halt das Ganze so.

00:36:33: Das Lebensmittelthema ist bei uns nicht nur ein Geschäft sondern wir lieben es.

00:36:40: Wir leben für Lebensmittel.

00:36:42: also der Stellenwert von Lebensmitteln ist bei Uns innerhalb der Familie und innerhalb des Geschäfts und des Prozesses so groß!

00:36:51: Wir haben eingeführt dass wir zusammen im Unternehmen die Geschäftsführung morgens am Frühstückstich sitzen.

00:36:57: Wir machen unsere Bestellung oder unsere Planungen am Frühstückstisch, weil das ist was wir denken, worauf es ankommt.

00:37:07: Das nicht zu verlieren!

00:37:08: Wir haben so viele AI-Themen und künstliche Intelligenz und das wird alles so abstrakt.

00:37:13: Und wir wollen uns trotzdem bewahren dass die Wertigkeit von Lebensmitteln und des Zusammens sein und des menschlichen, dass das eben bestehen bleibt.

00:37:27: Das ist schon fast ein perfektes Schlusswort, Alex.

00:37:30: Ich gucke nämlich gerade auf die Uhr.

00:37:32: Frank, es ist... Die Zeit ist schon um.

00:37:36: Wahnsinn!

00:37:37: Ich habe

00:37:37: noch so viele Fragen hier.

00:37:41: Aber sagst du?

00:37:43: Absolut gekauft.

00:37:45: Also super spannend, Alex.

00:37:47: wirklich der Einblick in den Lebensmittelhandel.

00:37:51: Wir haben ja hier viel mit Non-Food zu tun und vielen Dank, dass du heute da warst, um uns dieses Food-Thema näher gebracht hast.

00:37:57: Und ich glaube für alle spannend wie komplex dieser Lebensmittelhandel ist... Ich werde den REWE-Fahrer, wenn der uns das nächste Mal Essen vorbeibringt, mit ganz anderen Augen anschauen in Zukunft.

00:38:06: Das wollte mich nur

00:38:07: für das Trinkgeld mir vor allen Dingen geben!

00:38:09: Aber es ist zwar bestimmt ein

00:38:12: kleines Trinkfeld.

00:38:14: Genau, sehr kleines.

00:38:17: In diesem Sinne darf ich sagen ... Alex, vielen Dank für's hier sein.

00:38:20: Frank es ist wie immer eine Freude mit dir zusammen den Podcast hier zu machen.

00:38:25: und an euch Zuschauer da draußen ich hoffe wir konnten euch ein bisschen was vermitteln.

00:38:29: ihr könntet etwas lernen und wir freuen uns auf die nächste Ausgabe und dann sehen wir und hören uns ganz bald wieder.

00:38:34: bis dann!

00:38:35: Dankeschön bis bald.

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